Das Funkmodem FM 433 ist ein kleiner mehrkanaliger Transceiver für den digitalen Datenfunk im lizenzfreien 434-MHz-ISM-Band. Die RF-Schnittstelle bildet eine SMA-Buchse zum Anschluss einer λ/4-Stabantenne (50 Ω Impedanz), die als Zubehör bei digades erhältlich ist. Zu beachten ist, dass das Gerät nur mit einer λ/4-Antenne mit einem der Antennenbuchse entsprechenden Anschluss betrieben werden darf. Andere Antennen, vor allem Antennen mit größerem Antennengewinn, dürfen nicht angeschlossen werden. Die Ansteuerung des Modems erfolgt über eine RS232-Schnittstelle mit TTL-Pegel.
Der Modulcharakter dieses Modems ermöglicht dem Anwender eine aufwandsarme Integration in bestehende oder zu konzipierende Geräte.
Das Funkmodem FM 433 besitzt eine Zulassung nach der R&TTE-Richtlinie sowie eine interne Begrenzung der Kanalbelegungszeit (Duty Cycle) entsprechend dieser Richtlinie von 10%. Damit kann das Gerät ohne Anmeldung in allen EU-Ländern sowie in weiteren Ländern, die sich den Vereinbarungen in der R&TTE-Richtlinie angeschlossen haben, eingesetzt werden.
Applikationsbeispiele Aufgrund der genannten Eigenschaften sind Applikationen in allen Bereichen der mobilen Datenerfassung denkbar:
Logistik
Erfassung von Bestandsänderungen
Durchführung von Inventuren
Gastronomie
Bestellungsübermittlung
Rückinformationen
Electronic Cash
Funkübertragung von Kassen zum Zentralrechner
höhere Flexibilität der Kassen
mobile Meßtechnik
kein Ablesen vor Ort, keine Eingabe per Hand
schwer zugängliche Meßstellen sind erreichbar
Sicherheitstechnik
Komponenten von Alarmanlagen
Industriesteuerungen
Ersatz von Verkabelungen für
Anlagensteuerungen
Zustandsüberwachung der Anlagen
u.v.m.
Funktionsbeschreibung Das Funkmodem wird an eine serielle Schnittstelle mit TTL-Pegel und die jeweilige Spannungsversorgung angeschlossen. Der Grundzustand nach Anlegen der Versorgungsspannung ist ?Empfang? auf dem zuletzt eingestelltem Kanal. Empfangene Daten werden nach positiver Prüfung unmittelbar im Anschluss ausgegeben und mit ETX abgeschlossen. Die Ausgabe kann über die Steuerleitung CTS freigegeben oder unterbrochen werden.
Abzusendende Daten müssen dem Modem von der Anwendung in Blöcken mit einer maximalen Länge von 63 Byte als ASCII-Zeichen übergeben werden. Das Ende des Datenblockes wird durch das Blockendezeichens ETX markiert. Die Daten werden unmittelbar danach abgesendet. Das Modem wechselt anschließend wieder in den Empfangsmodus. Das Modem steuert durch RTS die Bereitschaft, Daten/Befehle über die UART zu empfangen.
Das Funkmodem FM 433 verfügt über einen Betriebsmodus, in dem Daten transparent übertragen werden können. In diesem Transparentmodus sind keine Systemkommandos möglich, sämtliche über die Schnittstelle eingehende Daten werden sofort ohne "ETX" abgesendet (unter Berücksichtigung der Sendezeitbegrenzung), wodurch auch der gesamte Zeichenvorrat möglich ist. Empfangene Daten werden auch ohne "ETX" ausgegeben. Zwangsläufig besteht daher keine Kompatibilität zum Normalmodus (mit "ETX").
Für die Datenübertragung stehen 28 Kanäle im Frequenzbereich von 433,25 bis 434,60 MHz im 50-kHz-Raster zur Verfügung. Der nutzbare Bereich ist entsprechend der geltenden Vorschrift für einen Duty-Cycle von maximal 10% zugelassen. Das FM 433 überwacht dies intern, sodass bei ordnungsgemäßem Betrieb keine Überschreitung möglich ist. Für Adressierung und Wiederholungsalgorithmen hat der Anwender selbst Sorge zu tragen.
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